URSULA ANTESBERGER


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Anmerkungen zu einzelnen Werkgruppen

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Aus Pressestimmen

Ausstellung Open]Art[Space Kunstraum Berlin-Potsdam

«Auffällig waren…und Ursula Antesberger. Letztere zeigt auf grabesschwarzen Kohlezeichnungen infernalisch flammende Brände und was sie übriglassen…
(Beide) belegen die Binsenweisheit, dass in der Kunst weniger oft mehr ist.»
MAZ Mecklenburg Allgemeine Zeitung, Potsdamer Stadtkurier 9.9.2011

«…Es gibt aber auch „Tat.Orte und verbrannte Erde“, die als Metapher für die dunkle destruktive Seite des Menschen stehen, so in der Arbeit von Ursula Antesberger aus Zürich.»
Potsdamer Neue Nachrichten, 1.9.2011

 

ArtBox 41: Gehen als komplexe Angelegenheit

Wenn wir gehen, so bewegen wir uns von Ort zu Ort, von Haus zu Haus. Dieses Bild inspirierte die in Thalwil lebende Künstlerin Ursula Antesberger zu einer Installation, die in ihrer Komplexität wie Einfachheit schlicht umwerfend ist. Zu sehen gibt es das Reiseutensil Koffer, in diesem Fall ein ausgedientes, altes Stück, und Häuser, kleine und grössere, die feinsäuberlich allesamt im Koffer Platz finden. In der einen ArtBox auf dem Thalwiler Bahnhof sehen wir das "Kofferpacken 49 per Video, in der anderen Box die aus Wax selbstfabrizierten Häuschen und den Koffer. Also keine Klamotten, wie üblich, sondern ganze Häuser werden mitgenommen auf eine Reise. Ist es die Reise durchs Leben? Und das Haus die Hülle all dessen, was wir in uns herumschleppen? Lassen wir die Künstlerin selbst laut denken: "Das Haus als Abgrenzung von Innen- und Aussenraum, gleichzeitig auch Umhüllung des Innenraums...wobei die darin auch bereits enthaltene Begrenzung bereits auf die Ferne, Weite, das Unbegrenzte hinweist." Und nachdem Ursula Antesberger zugleich Psychoanalytikerin ist, häckelt sie auch professionell an diesem Faden nachdenklich weiter und fügt hinzu, dass das Haus auf psychologischer Ebene die mütterliche Hülle symbolisiere. Bei Sigmund Freud finden wir das Haus, das Heimelige, das Heim, welches auf das Vertraute hinweise, auf Behagliches, auf Heimat, Familie, Geborgenheit - aber damit auch auf den Gegensatz, das Versteckte, verborgen Gehaltene, das Geheimnis. Diese Dualität interessiert Antesberger, die sich ständig neben ihrem Beruf künstlerisch beschäftigt und weiterbildet (sie ist Mitglied des Künstler-Berufsverbandes Visarte), seit 2000 ein eigenes Atelier hat und regelmässig an Ausstellungen teilnimmt. Gabi Rosenberg